Verwahrstellen für Tierkörper u. Tierkörperteile von Wild in Offenburg, Lahr u. Achern

Inbetriebnahme am 09.11.2020

Erstellt am 06.11.2020

Herr Dr. Löwer vom Veterinäramt wendete sich dabei mit einem Schreiben an KJM Georg Schilli mit folgendem Inhalt:

 

Zum 09.11.2020 nimmt der Ortenaukreis die ersten drei von insgesamt sieben geplanten Verwahrstellen für Tierkörper u. Tierkörperteile von Wild in Betrieb.

Dieses Entsorgungseinrichtungen stehen der Jägerschaft des Kreises an den Standorten, Achern, Lahr u. Offenburg zur Verfügung.

Für weitere drei Standorte laufen derzeit die Baugenehmigungsverfahren, so dass später auch Verwahrstellen in den Bereichen Kehl-Auenheim, Oppenau-Ramsbach u. Ettenheim zur Verfügung stehen werden.

Zweck der Verwahrstellen ist die tierseuchenhygienisch unbedenkliche Beseitigung von Fallwild, Aufbrüchen u. Zerwirkresten insbesondere vor dem Hintergrund der drohenden afrianischen Schweinepest. Neben Schwarzwild können aber auch Materialien anderer Wildarten wie Reh u. Fuchs entsorgt werden.

Die Nutzung der Verwahrstellen ist bislang frewillig und erfolgt nach folgenden Grundsätzen:

Zugang /Nutzungsberechtigung

Die verwahrstellen sind durch elektronische Schließanlagen gegen unbefugtes Betreten und Benutzung gesichert.

Nutzungsberechtigt sind grundsätzlich alle Jagdausübungsberechtigten der Ortenauer Reviere. Sofern Sie als Nutzungsberechtigter die Verwahrstellen nutzen möchten, erhalten Sie beim Amt für Veterinärwesen & Lebensmittelüberwachung einen Schlüssel, wobei folgendes zu beachten ist:

  • Pro Revier werden zunächst maximal zwei Schlüssel ausgegeben. Zusätzliche Schlüssel können aber in begründeten Fällen zur Verfügung gestellt werden, beispielsweise wenn es mehr als zwei Pächter gibt oder wenn nach Wunsch der Jagdausübungsberechtigten einzelne Begehungsscheininhaber ebenfalls einen Schlüssel erhalten sollen.
  • Um eventuellen Missbrauch verfolgen zu können sind die Schlüssel individuell codiert und erlauben eine Auswertung, welcher Schlüssel zu welchem Zeitpunkt in welcher Verwahrstelle genutzt wurde.
  • Jeder Schlüssel passt für alle Verwahrstellen im Ortenaukreis, d. h. es gibt keine feste Zuordnung der Reviere zu bestimmmten Verwahrstellen.
  • Die Schlüssel dürfen nicht an Personen weitergegeben werden, die nicht für den Jagdbetrieb des  betreffenden Reviers tätig sind.
  • Die Aushändigung der Schlüssel erfolgt im Amt für Veterinärwesen & Lebensmittelüberwachung, Okenstr. 29, 77652 Offenburg, 1. OG, Zi. 116. Aufgrund der Coronaproblematik vereinbaren Sie bitte einen Termin zur Abholung unter den Telefonummern 0781/805-9044(Frau Rudolf) oder 0781/805-9091(Frau Jockers). Wir bitten um Verständnis dafür, dass die Schlüsselausgabe derzeitohne vorherige Terminvereinbarung nicht möglich ist. Vor Ort ist schriftlich das Einverständnis zu erklären, die Nutzungsbedingungen für die Verwahrstellen zu akzeptieren.
  • Pro Schlüssel ist ein Pfand in Höhe von 50 € zu begleichen, welches Sie nach Erhalt einer Zahlungsaufforderung überweisen müssen. Das Pfand wird Ihnen bei Rückgabe des funktionsfähigen Schlüssels zurückgezahlt.
  • Bei Verlust oder Beschädigung verständigen Sie bitte zeitnah das Amt für Veterinärwesen & Lebensmittelüberwachung unter der Telefonnummer 0781/805-9091 oder per E-Mail(vetamt@ortenaukreis.de).

Der Ortenaukreis und das Land Baden-Württemberg investieren in die hochwertige Einrichtung und den zuverlässigen Betrieb der Verwahrstellen ganz erhebliche Mittel. Zudem haben die Eigentümer der Liegenschaften ihr Einverständnis zur Nutzung vor allem unter dem Gesichtspunkt erteilt, dass sie damit einen seh wertvollen Beitrag zur Bekämpfung von Tierseuchen, insbesondere der ASP, leisten und dass ihnen oder anderen durch die Nutzung keine Nachteile durch Geruch und unzumutbare Verschmutzung enstehen.

Bitte tragen Sie durch pflegliche und verantwortungsbewusste Nutzung Ihren Teil dazu bei, dass die nun endlich zur Verfügung stehenden Einrichtungen der Jägerschaft auch erhalten bleiben.

 

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