Hauptversammlung Kreisjägervereinigung 2017

31.3.2017 Auf der diesjährigen Hauptversammlung wurde fast das komplette Vorstandsteam wiedergewählt.

Erstellt am 31.03.2017

Kreisjägermeister Georg Schilli bedankte sich für das disziplinierte und unfallfreie  Verhalten der Jäger in der Drückjagdsaison. Er erinnerte an das Verbot, mehr als 3 Patronen in halbautomatische Repetierer zu laden. Wir stehen im Fokus der Öffentlichkeit und haben viel zu zeigen, aber auch nichts zu verstecken, wenn wir uns gesetzeskonform verhalten.

 

Die JV beteiligt sich wieder an der Messe „Wild & Fisch“ im Rahmen der »Forst live« am 7.-9.4. in Offenburg. Ein aufwendiges Wildtierdiorama setzt Akzente und. Anwesend sind auch der Jagdservice des LJV und Oliver Ries, der Kürschner der ersten Stunde in der  Kooperation mit dem Schwarzwaldfuchslabel, und ein Messeauftritt der Bogenjäger. Der KJM lud die Jäger ein, sich am Stand der Jägervereinigungen zu treffen und das Symposium zum „Luchs“ und zur „Bogenjagd“ am Samstagnachmittag zu besuchen.

 

Anklang fand der Vortrag von Klaus Lachenmaier vom Landesjagdverband über das mit April Pflicht gewordene »Wildmonitoring«, das in den ersten Wildtierbericht nach dem neuen JWMG 2018 einfließen soll. Wie es gehandhabt wird und welche Schlüsse bis in die Gesetzgebung und Baugenehmigungen daraus gezogen werden, erläuterte der Referent aus Stuttgart. »Nur eine flächendeckende Erfassung all dessen, was Jäger in ihrem Revier erfahren und entdecken, gibt Daten zur Vermeidung von Unfällen im Straßenverkehr und bei der Nutzung von Gerätschaften der Landwirtschaft«, so Lachenmaier. Auch die Zuordnung jagdbarer Wildarten in die verschiedenen Managementschalen sind von unseren Daten beeinflussbar.

 

Matthias Saecker, Förster im Staatlichen Forstrevier Mooswald, stellte sich als Wildtierbeauftragter im Ortenaukreis vor und bot seine Zusammenarbeit mit den Jägern an. Im Ortenaukreis ist am Landratsamt im übrigen noch kein hauptamtlicher WTB eingesetzt worden. Seine Hauptaufgaben liegen im ortsnahen Monitoring, Erklärungen gegenüber Presse und Öffentlichkeit zu heimischen Wildtieren und Neozoen und Fragen des Managements von Wolf, Luchs, Wildkatze und Co. Zu den Jägern der Vereinigung Offenburg gehören ihre Bläsergruppen, die in vier Hegeringen jagdliches Brauchtum pflegen. 64 Aktive gestalten Festlichkeiten mit.

Obmann Gerd Münchenbach gab einen beeindrückenden Bericht ihrer vielgestaltigen Tätigkeit und bekannte sich zum lebendigen Brauchtum. Nachwuchs täte allerdings not.

Jugendobmann Uli Welde berichtete von ergreifenden Erlebnissen in der Waldpädagogik im Rahmen von Lernort Natur. Bei seinen Exkursionen während den Ferienprogrammen stellt er fest, dass sich Kinder für die Natur mit ihren Pflanzen und Tieren interessieren.  Jäger, die mithelfen, das LernortNaturMobil nutzen und die Arbeit mit wissbegierigen Kindern und Erwachsenen lernen wollen, sollen sich an ihn wenden.

 

Aktiv sind die Jäger, wenn es ums Schießen auf dem Stand geht, so Obmann Edgar Berg. Am Hegeringschießen beteiligten sich 150 Jäger. Beim Wettbewerb um jagdliches Schießen ist nur ein Teilnehmer, Karl Hildebrand, registriert. Auch in der vergangenen Saison war er auf Landes- und Bundesebene sehr erfolgreich. Zeit, als jüngerer Jäger von ihm zu lernen und aktiv Jagdliches Schiessen im Wettbewerb zu betreiben. Die JV verspricht solchen Mitgliedern Unterstützung zu.

 

Auf ständige Ausbildung und Übung sind die Hunde angewiesen – aber auch die Jäger, so Georg Schilli in Vertretung des Hundeobmanns Martin Sester, der wegen Prüfungen von Tiroler Bracken an diesem Wochenende nicht anwesend sein konnte. Zur Fährtenarbeit ist die Suche auf der Hasenspur unerlässlich. Rutscht der Feldhase vom Entwicklungs- ins Schutzmanagement, weil die Jäger ihre Monitoringdaten aus den Revieren nicht beibringen, ist auch dieses wichtige Ausbildungswerkzeug verloren. Interessenten an der Hundearbeit konnten sich auf einer Liste eintragen, die schnelle Infos ermöglicht. Die JV plant 2017 einen Hundeführerlehrgang im Juni und den Besuch des Schwarzwildgatters Louisgarde bei Aschaffenburg. Bei genügend Bedarf findet ein Vorbereitungskurs zur Brauchbarkeitsprüfung statt.

 

Eine Satzungsänderung musste den genauen Wortlaut der finanzamtlichen Vorgaben in den Satzungstext übernehmen, um die Gemeinnützigkeit der Vereinigung weiter zu erhalten. Des weiteren gab es Anpassungen von DM in Euro und orthographische Verbesserungen des alten Satzungstextes. Die Mitglieder bestätigten die Änderungen mit 100% Zustimmung.

 

Dieter Blaeß, Abteilungspräsident Landwirtschaft und Ländlicher Raum, sah in der Zusammenarbeit der Jägervereinigung mit dem Regierungspräsidium Freiburg ein faires Miteinander, ehe er die Entlastung der Vorstandschaft beantragte. Ortsvorsteher Konrad Gaß konnte dem einstimmig gewählten, fast unverändert gebliebenen Vorstand gratulieren. KJM Schilli bedankte sich bei den Kassenprüfern Hermann Bruder und Hansjörg Roth, die in Zukunft nicht mehr dafür zur Verfügung stehen. Frederik Daniels und Alexander Just übernehmen nun ihre  Aufgaben. Weidmannsdank!

 

Neu ist der Beisitzer für die Staatliche Forstwirtschaft, Lukas Ruf, Stadtförster aus Oppenau, und stellvertretender KJM Manfred Just in seinem zusätzlichen Amt als Biotopobmann.

 

Schriftführer Frederik Daniels wechselt zum Projekt“ Fellwechsel“ und stellt den Posten zur Verfügung. Mittlerweile haben wir eine neue, fähige Schriftführerin, Petra Kratzmeier aus Freudenstadt. Herzlich willkommen im Vorstandsteam!

 

Ehrungen:

Seit 60 Jahren gehören der JV OG an:

Josef Baumann, Lautenbach, und  Franz Vogt, Oberkirch.

Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt:

Erich Birk, Oberkirch, Adolf Bürg, Oberkirch, Albert Finkenzeller, Berghaupten, Wilhelm Halter, Durbach, Adalbert Hilberer, Berghaupten, Jakob Huber, Oberkirch, Ludwig Kiefer, Durbach, Hubert Schweiger, Oberkirch, Jürgen Späth, Stuttgart.

40 Jahre Mitglied sind:

Franz Fritsch, Ohlsbach, Bernhard Busam, Oberkirch, Alfred Meier, Renchen- Ulm, Franz Roth, Bad Peterstal- Griesbach, Bernhard Huber, Bad Peterstal- Griesbach, Martin Decker, Oberkirch, Thomas Roth, Bad Peterstal- Griesbach.

25 Jahre:

Rolf Rubi, Hofweier, Christoph Wussler, Gengenbach, Josef Braun, Oberkirch- Ödsbach, Martin Vollmer, Friesenheim, Rudolf Bürg, Oberkirch, Herbert Haas, Oberkirch, Alfred Horn, Ohlsbach, Karl Männle, Biberach, Josef Streif, Oppenau, Hubert Georg Vogt, Oberkirch.

 

Ehrungen aktive Mitglieder von Bläsergruppen:

10 Jahre: Ralf Kühne, Windschläge, BG Gengenbach

40 Jahre: Hubert Treyer, Oppenau, BG Hinteres Renchtal

50 Jahre: Walter Vogt, Oberkirch-Ödsbach, BG Vorderes Renchtal        

Erstellt am 17.04.2017
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