Jahresversammlung des Hegerings Gengenbach

Unter anderem beleuchtete der Biologe Dr. Friedhelm Schmieder in seinem Vortrag zum Thema "Jagd und Artenvielfalt" die Zusammenhänge von Naturschutz und Politik.

  • Georg Schilli , Franz Männle

    Georg Schilli , Franz Männle

Erstellt am 01.04.2016

Auf der mit 65 Jägern erfreulich gut besuchten Jahresversammlung des Hegerings Gengenbach fanden Neuwahlen des Hegeringleiters und seines Stellvertreters statt. Georg Schilli wurde einstimmig als HRL bestätigt, Franz Männle aus Diersburg ebenso als sein Stellvertreter nominiert. Der bisherige Zweite Josef Sester trat nicht mehr an, er und Herr Schilli bedankten sich für die jeweils  gute Zusammenarbeit.

 

Der Biologe Dr. Friedhelm Schmider beleuchtete in seinem Vortrag zum Thema "Jagd und Artenvielfalt" die Zusammenhänge von Naturschutz und Politik. Gerade im Bereich erneuerbare Energieen, exemplarisch der Windkraft, gebe es interessegeleitete Entscheidungen, die so nicht ersichtlich seien, aber über Subventionen Milliarden € vernichteten. Bodenbrüter, Fledermäuse,  Amphibien und Insekten sind die Verlierer der entwickelten Agrarindustrie. Umso mehr sollten die Jäger im Verein mit den Landwirten die Chancen nutzen, die die neuen Greening- und FAKTprogramme zur Ausweitung ökologischer Vorrangflächen bieten: zum Nutzen gefährdeter Arten und der regulären Jagdausübung. Der Jäger sei DER Naturschützer vor Ort. In seinem Tätigkeitsbericht konnte Herr Schilli über die  erfolgreiche Gründung der Hegegemeinschaft Gengenbach als GbR auf 100% der Hegeringfläche und ihrer Bestätigung durch die Untere Jagdbehörde berichten. Ziel ist die intensivierte, für den Artenschutz notwendige Bejagung der Prädatoren (Sammelbezeichnung für Raubwild) und die Koordination biotopverbessernder Massnahmen durch die Jägerschaft. Den Raubwildbestand anzupassen und die Entwicklung von Blühgemeinschaften und äsung- und deckungsgebenden mehrjähriger Einsaaten zusammen mit dem Landwirt sind die einzigen Chancen für bedrohte Arten in unserer intensiv genutzten Kulturlandschaft. Ein Jahr nach Inkrafttreten des neuen JWMG ist die Erfolgsbilanz mager: der bürokratische Aufwand im Jagdwesen ist eher mehr geworden als, wie versprochen, weniger. Trotzdem können die Jäger mit dem Gesetz leben, und erfreulich ist die nun entschiedene Zulassung von Schalldämpfern auf Büchsen zur Jagdausübung. Für das jagdliche Handwerk unverzichtbar sei die regelmäßige Übung auf den Schießstätten.

 

Der Leiter der Jagdhornbläsergruppe des Hegerings, Norbert Langer, zog in seinem Tätigkeitsbericht eine positive Bilanz: neue junge Bläser im Team lassen auf einen Fortbestand der Gruppe bei gleichem musikalischen Niveau hoffen. Er hob die vorbildliche Kameradschaft der Bläser hervor, und berichtete von erfogreichen Konzertauftritten wie dem in der Nollenhalle zusammen mit dem Gengenbacher Sängerbund Eintracht und gemeinsamen Ausflügen. 58 Jahre Erfolgsmodell Bläsergruppe Gengenbach: nur zu erhalten, wenn neue Bläser in die Gruppe kommen, dazu sind die Jäger herzlich eingeladen.

 

Vereinsdaten: Hegering Gengenbach: einer von 4 Hegeringen  in der Jägervereinigung Offenburg Mitglieder: 149 zugehörende Flächen der Gemeinden und Ortschaften von Elgersweier, Ortenberg, Ohlsbach, Gengenbach, Berghaupten, Zunsweier, Hohberg (Hofweier, Diersburg, Niederschopfheim)

Erstellt am 01.04.2016
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