Achtung, Babesiose des Hundes (Syn. „Hundemalaria“, Piroplasmose)!

Ihr Hund ist nach Zeckenbiss zunehmend durch die Infektion mit Babesien gefährdet.
Diese Einzeller werden durch Zecken übertragen. Während die Babesiose bis in die 1970er Jahre vor allem eine „Reisekrankheit“ war, kommt sie durch die Ausdehnung des Verbreitungsgebiets der Auwaldzecke mittlerweile natürlich in Deutschland vor.
Die Infektion führt durch die Zerstörung der Roten Blutkörperchen zu einer ausgeprägten Blutarmut.

Die Erkrankung verläuft in Deutschland meistens akut mit hohem Fieber und endet ohne Behandlung binnen weniger Tage tödlich.
Symptome: sind ein gestörtes Allgemeinbefinden und Fieber, gefolgt von Fressunlust, Gewichtsverlust und Abgeschlagenheit. Ein bis zwei Tage später kommt es aufgrund des Zerfalls der roten Blutkörperchen zu Blutarmut , Blutharnen, Ausscheidung des Blutfarbstoffabbauprodukts Bilirubin über den Harn und gegebenenfalls auch Gelbsucht. Eine Leber- und Milzvergrößerung kommt häufig vor. Bei schweren Verläufen treten eine Bauchwassersucht und Wasseransammlungen sowie Haut- und Schleimhautblutungen infolge Blutplättchenmangel und eine Blutgerinnung innerhalb der Blutgefäße auf. Entzündungen der Maul- und Magenschleimhaut sowie der Muskulatur sind häufig. Auch eine zentralnervöse Form mit epilepsieähnlichen Anfällen, Bewegungsstörungen und Lähmungen ist möglich. Die akute Form endet unbehandelt binnen weniger Tage mit dem Tod durch Atemnot, Anämie und Nierenversagen, welches eine gefürchtete Komplikation einer Babesiose ist. 
Zur Vorbeugung eignen sich die Verabreichung von Zeckenschutz entweder in Form der Spot-on- Präparate (monatlich) oder des Zeckenhalsbandes Scalibor (halbjährlich).
Der Besuch des Tierarztes bei entsprechenden Auffälligkeiten: sobald als möglich!

Erstellt am 01.04.2014
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