Hegering Vorderes Renchtal Hegeringversammlung

Pressebericht von Roman Vallendor

Erstellt am

Lautenbach (rv). Unter dem Leitspruch des Landesjagdverbands (LJV)  
"Jagd - ist Auftrag und Leidenschaft" stand die Jahreshauptversammlung 
des Hegerings "Vorderes Renchtal" am Donnerstag Im Gasthaus "Zum Kreuz". 
Dass das Jagdjahr ohne nennenswerte Vorkommnisse von den Jägerinnen und 
Jägern sowie den Pächtern der verschiedenen Reviere gemeistert wurde, 
ist die gute Botschaft. Disziplinert seien die Drück-, Treib- und 
Ansitzjagden 2024/2025 durchgeführt worden, lobte Hegeringsleiter 
Stephan Sester. Sorgen bereiten indes die sehr großen Schäden auf 
Wiesenflächen, die durch Wildschweine (Schwarzwildproblematik) 
verursacht werden.  Die Schäden würden zum großen Teil mit Handarbeit, 
aber auch durch Maschineneinsatz beseitigt. Selbst die Durchführung von 
revierübergreifenden Drückjagden auf Schwarzwild brächten nicht den 
nötigen Erfolg. Gerade über den Winter habe der Schnee zum Aufspüren 
gefehlt. Sester appellierte, mit den Bemühungen, das Schwarzwild zu 
reduzieren,  nicht nachzulassen, um Schäden im Gründland und in den 
Weinbergen zu minimieren. "Die Mast ist wieder reichlich ausgefallen. 
Vor allem der Frischling- und Überläuferabschuss muss im Vordergrund 
stehen", forderte der Hegeringsleiter. Des Weiteren informierte Sester 
über den neu gegründeten Jagdbeirat beim Landratsamt Offenburg. Themen 
der ersten Sitzungen waren die Jagdstreckenentwicklung, die Afrikanische 
Schweinepest (ASP) und Blauzungenkrankheit, die Offenhaltung der 
Landschaft in Zusammenarbeit mit dem Amt für Landwirtschaft sowie das 
Forstliche Gutachten über artenreiche, vitale Naturverjüngung. Im 
Sitzungsbericht sei der Rabenkrähenabschuss für das "Vordere Renchtal" 
nicht erwähnt gewesen, monierte Jagdbeiratsmitglied Sester. Er wolle 
sich in der nächsten Sitzung dafür einsetzen, dass der 
Rabenkrähenabschuss für die gesamte Jägervereinigung Ortenau gelten 
soll. In diesem Zusammenhang Kreisjägermeister Georg Schilli, dass die 
Obere Jagdbehörde am RP Freiburg eine Allgemeinverfügung mit der 
Verlängerung der Jagdzeit vom 14. April 2024 bis zum 31. März 2025 im 
Ortenaukreis erlassen hat, um vor allem durch Vergrämungsabschüsse von 
Rabenkrähe und Ringeltaube den Schadendruck auf frisch eingesäten 
Feldern zu minimieren. Des Weiteren informierte der Kreisjägermeister 
über Saatgutmischungen für Artenschutzbiodiversität, Aufstellen von 
Wärmebildkameras zum Erfassen von Kitzen, Kadaversuche mit Drohnen, die 
Fachmesse "Forst live" mit den Themen "Wanderhirsch" und 
"Wildwaldbewusstsein". Schilli kündete eine Beitragserhöhung im Juli an. 
In der Aussprache monierte ein Jäger, dass ihm in genannten Einzelfällen 
die Jagdscheinverlängerung bis zu sechs Wochen gedauert habe. Schilli 
informierte, das die Verlängerung des Einjahresjagdscheins jedes Jahr, 
für den Dreijahresjagdtschein alle drei Jahre auf Antrag bei der Unteren 
Jagdbehörde erfolgen muss.  Da in 2024 von der Regierung ein 
Sicherheitspaket mit der Folge der Prüfung der Zuverlässigkeit erlassen 
wurde, werden dadurch die Prüfvergaben aufwendiger und zeitraubender. 
Das Innenministerium des Landes Baden-Württemberg habe die Anweisung an 
die Behörden erlassen, dass bei der Antragsstellung der Jagdschein zur 
Verlängerung erst vorgelegt werden soll, wenn die Prüfungen auf Antrag 
erfolgt sind. Dadurch könne sich der Jäger beim Führen der Waffe, wie 
bei der Jagdausübung, korrekt als berechtigt ausweisen. Im Übrigen werde 
von der Ortenauer Jagd- und Waffenbehörde die akzeptable Frist (ca. zwei 
Wochen) eingehalten.

In der Rückschau erwähnte Sester drei Jägerstammtische, das 
Hegeringschießen im Schießkino Vogel in Eschbach zum Erwerb des 
Schießnachweises für Drückjagden sowie die Durchführung der 14. 
Artenschutzwochen. Bei der Bewertung der Trophäen des Jagdjahres 
2024/2025 registrierte der Hegeringleiter kaum Veränderungen bei der 
Struktur des Alters im Vergleich zu den letzten Jahren. Abgegeben zur 
Bewertung wurden 72 Trophäen erlegter Böcke. Der Aufgang zur Bockjagd 
2025 beginnt am 1. Mai. Die Streckenliste wies 91 Füchse, 73 Jungfüchse, 
12 Marder, 18 Dachse, 3 Waschbären auf. Hier zeigte sich der Erfolg der 
Prädatorenbejagung, denn dadurch konnten wieder mehr Hasen gesichtet 
beziehungsweise gezählt werden. Im Namen des verhinderten Lautenbacher 
Bürgermeisters Thomas Krechtler bedankte sich Hegerings-Stellvertreter 
Franz Sester bei den Jägerinnen und Jägern für deren hohen, freiwiligen 
Einsatz zur Minimierung der Wildschäden und über einen nachhaltig 
betriebenen Naturschutz bis hin zur Seuchenbekämpfung und 
Wildunfallverhütung. Hegeringsleiter Stephan Sester gab bekannt, dass 
man erstmals das Schießkino "Black Point" in Renchen besucht und dass 
eine "WhatsApp"- Gruppe "Vorderes Renchtal" eingerichtet wird.


Bei der Jahreshauptversammlung des Hegerings "Vorderes Renchtal" 
informierten Hegeringsleiter Stephan Sester, Stellvertreter Franz 
Sester, Kreisjägermeister Georg Schilli (von links) die vierzig 
anwesenden Mitglieder zum Jagdjahr 2024/2025.

Lautenbach (rv). Die Bläsergruppe "Vorderes Renchtal" mit ihrem 
musikalischen Leiter Hartmut Birk rückt mit seiner musikalischen 
Umnehmung bei zahlreichen Anlässen den Hegering in der Öffentlichkeit in 
ein besonderes Licht. Dies auch bei der Jahreshauptversammlung des 
Hegerings "Vorderes Renchtal" zu Beginn mit Signal "Begrüßung", zum 
Andenken an die verstorbenen Jagdkameraden mit "Jagd vorbei" und 
"Halali" und zum Schluss der Veranstaltung mit Gruß "Hubertus". Bei 
zwölf Anlässen im Berichtsjahr 2024/2025, darunter mit Ständchen zu 
runden Geburtstagen von Bläserkameraden, Beerdigungen, Totengedenken auf 
dem Friedhof Oberkirch, dem Schießen auf die Ehrenscheibe der 
Bläsergruppe, bei einem Auftritt auf dem Weihnachtsmarkt Oberkirch und 
im Februar 2025  beim Verblasen der Strecke der Artenschschutzwochen 
präsentierten die Jagdhornbläser in Können. Seit der letzten 
Hegeringsversammlung 2024 hat die Bläsergruppe, bestehend aus zwölf 
Aktiven und vier Jungbläsern, außer den zwölf Auftritten 19 Proben 
absolviert. Hegeringsleiter Stephan Sester warb um weiteren Nachwuchs: 
"Wer sich angesprochen fühlt, kann gerne zu uns in die Proben (alle 14 
Tage, mittwochs, 20 Uhr, im Probelokal Rathaus Ödsbach) kommen."  Ein 
besonderer Hörgenuss mit über einhundert Jagdhornbläsern bietet sich bei 
der Fachmesse "Forst live" in Offenburg am Sonntag, 13. April 2025, um 
12 Uhr, Freigelände. (Freier Eintritt bekommt jeder Zuhörer, der ein 
Jagdhorn mitbringt).

Foto: Roman Vallendor
Ein Aushängeschild für den Hegering "Vorderes Renchtal" ist die 
Bläsergruppe unter der Leitung von Hartmut Birk.